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SIBO & 3 Schritte, wie SIBO wieder verschwindet

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In den letzten Wochen kam so oft die Frage zum Thema SIBO. Deshalb möchte ich heute gerne diese Zeilen nutzen, um dir mehr darüber zu erzählen.

Was ist SIBO?

SIBO heisst auf Englisch Small Intestinal Bacterial Overgrowth. Auf deutsch “bakterielle Überwucherung des Dünndarms”. Im Dünndarm leben zwar auch Bakterien, aber die meisten Darmbakterien befinden sich im Dickdarm. Bei SIBO befinden sich jedoch vor allem Dickdarmbakterien im Dünndarm, welche häufig Kohlenhydrate zu Gas fermentieren. Im oberen Abschnitt des Dünndarms leben wenige Bakterien, je weiter unten, je mehre Bakterien gibt es. Gerade wenn die Klappe (Bauhin-Klappe oder Ileozäkalklappe genannt) zwischen Dünndarm und Dickdarm nicht ausreichend funktioniert, dann kann es vorkommen, dass der untere Dünndarm, welcher normalerweise bakterienarm ist, dem stark besiedelten Dickdarm ähnlich wird.

Welche Symptome gibt es?

Und du fragst dich jetzt sicherlich, welche Symptome dabei typisch sind. Die Symptome können sehr ähnlich wie bei einem Reizdarmsyndrom sein. Von Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und bis hin zu Stuhlgangveränderungen. Die Symptome sind vielfältig und oft nicht klar.

Welche Ursachen gibt es?

So wie die Symptome, können auch die Ursachen vielfältig sein.
Eine mögliche Ursache kann sein, dass «der Motor» nicht richtig funktioniert. Normalerweise findet nach dem Essen im Dünndarm so etwas wie eine Selbstreinigung statt. Wenn die Kontraktion aber nicht ausreichend ist, dann kann die Selbstreinigung nicht ausreichend erfolgen. Dies kann vor allem bei Diabetes, bei Einsatz von Opiaten oder auch bei einer intestinalen Pseudoobstruktion vorkommen.

Aber nicht nur der Motor kann das Problem sein, sondern auch das Vehikel selber. Auch eine anatomische Veränderung kann eine mögliche Ursache dafür sein. Dies kommt häufiger bei Patienten mit Magenbypass oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen vor.

Eine weitere Ursache kann aber auch in der Bauchspeicheldrüse zu finden sein – bei einer sogenannten Pankreasinsuffizienz.

Und hier ganz wichtig noch zu erwähnen. Ein Reizdarmsyndrom kann auch ein Risikofaktor für SIBO darstellen, so wie auch SIBO dies für ein Reizdarmsyndrom sein kann.

Bei einem Reizdarmsyndrom ist es sehr wichtig, SIBO in Betracht zu ziehen und testen zu lassen.

Wie wird überhaupt SIBO diagnostiziert?

SIBO wird über einen Atemtest diagnostiziert. Hier wird nach Gabe einer Kohlenhydratlösung aus Laktulose, Glukose oder D-Xylose die Atemluft gemessen. Mit den «typischen» Beschwerden und einem erhöhten Atemtest kann die Diagnose SIBO somit gestellt werden.

Wie kann SIBO behandelt werden:

In der Schulmedizin wird SIBO meistens mittels Antibiotika behandelt. Dabei ist es sehr wichtig, auch die Ursache zu behandeln. Auch der Einsatz von natürlichen Antibiotika hat einen positiven Effekt gezeigt. Zudem kann auch eine pflanzliche Therapie hilfreich sein: Ergänzend zur antibiotischen Therapie können folgende ätherische Öle unterstützend wirken:

SIBO unterstützend sind Allicin, Oregano-Öl, Berberin, Zimt, Neem
© by eatyourway.ch

Aber ganz wichtig, wenn du den Verdacht hast an SIBO erkrankt zu sein, dann bitte nimm nicht einfach die obengenannten Präparate ein, sondern lass dich unbedingt auf SIBO testen und suche dir Unterstützung.

Du weisst: «Um die Beschwerden loszuwerden, ist es wichtig die Ursache zu kennen.»
Und natürlich darf auch die Ernährung hierbei nicht vergessen gehen. Die Ernährung hat auch einen grossen Einfluss auf unsere Darmbakterien. Da unsere Bakterien hauptsächlich Kohlenhydrate essen, sollte in der Therapie eine Kohlenhydratreduktion erfolgen. Obwohl noch keine ausreichende Evidenz vorliegt, geht man stark davon aus, dass eine Reduktion sehr sinnvoll ist.

Hier ist aber sehr wichtig zu erwähnen, dass du dich nicht langfristig kohlenhydratarm ernährst. Es ist gerade nämlich umso wichtiger nach SIBO die «geschädigte» Darmschleimhaut wieder aufzubauen und die Ernährung so anzupassen, damit ein Rückfall verhindert wird.

Übrigens gibt es auch noch andere Ernährungsformen, die einen positiven Effekt bei SIBO haben können. Falls du weitere Fragen zur SIBO hast, dann sende mir gerne eine E-Mail oder eine DM auf Instagram. Ich werde diesbezüglich noch eine Spezialfolge zum Thema SIBO in meinem Podcast machen und euch eure Fragen dort beantworten.

Hier findest du meinem Podcast, du kannst ihn aber auch über Apple Podcast, Spotify oder Google Podcast anhören 🙂

Die Ausgangsebene auf eatyourway.ch und aller hier verfassten Beiträge resultieren aus eigenen Erfahrungswerten, erarbeitetem, evidenzbasiertem Wissen und persönlicher Meinung. Es handelt sich hier keinesfalls um einen medizinischen oder therapeutischen Rat. Weshalb keine Verantwortung und keine Haftung für Schäden jeglicher Art übernommen werden können.

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