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Das musst du über Nahrungsmittelunverträglichkeiten wissen

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Wenn man bei Google «Nahrungsmittelunverträglichkeit» eingibt, dann wird man beinahe überflutet mit Informationen. Doch was ist nun eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit wird häufig als Überbegriff von Unverträglichkeiten auf Nahrungsmittel verwendet – nicht nur Intoleranzen, sondern auch Allergien oder sogar auch nur kurzfristige, wie eine Lebensmittelvergiftung. (ich spreche aber meistens tatsächlich von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit und meine damit Intoleranz).

Bevor wir auf das Thema Intoleranzen eingehen, hier noch eine kurze Beschreibung, was eine Allergie ist:

Nahrungsmittelallergie

Eine Nahrungsmittelallergie ist ebenfalls eine Unverträglichkeitsreaktion, hierbei bildet das Immunsystem sogenannte Antikörper (Immunglobuline IgE). Die Antikörper werden gegen harmlose Eiweisse in Nahrungsmittel oder selten gegen Kohlenhydratkomponente gebildet. Betroffene von Nahrungsmittelallergien leiden meist neben einer Nahrungsmittelallergie auch noch an weiteren Allergien, wie bspw. Pollenallergie oder Neurodermitis.

Eine Nahrungsmittelallergie lässt sich meistens gut von einer Intoleranz unterscheiden.

In den meisten Fällen tritt nämlich eine Sofortreaktion auf. D.h. wenn ein Lebensmittel gegessen wird, was nicht vertragen wird, treten in den meisten Fällen Symptome innerhalb von wenigen Sekunden bis Minuten auf (selten bis nach 2h).

Aber warum reagiert das Immunsystem gegen harmlose Lebensmittel?

Man kann sagen: Es handelt sich hier um eine Fehleinschätzung. Das Immunsystem hat die Aufgabe, den menschlichen Organismus vor Krankheiten zu schützen. Er analysiert deshalb fortlaufend und «mistet» aus. Da kann es leider manchmal auch zu Fehleinschätzungen kommen.

Doch gehen wir nun zur Nahrungsmittelunverträglichkeit (Intoleranzen) über:

Was ist eine Nahrungsmittelintoleranz?

Bei einer Nahrungsmittelintoleranz handelt es sich um eine nicht allergische Reaktion. Das Problem liegt meistens im Darm: Die Nahrungsmittel können nicht ausreichend verdaut werden, da bspw. bestimmte Enzyme oder Transporter fehlen. Eine Intoleranz ist deshalb keine «Nulltoleranz» und nicht lebensbedrohlich, da der Körper in den meisten Fällen kleine Menge verträgt (Achtung hier gibt es aber auch Ausnahmen/ Sonderfälle). Zudem ist bei der Intoleranz das Immunsystem nicht beteiligt (Ausnahme ist Zöliakie).

Die häufigsten Auslöser einer Nahrungsmittelintoleranz sind:

  • Milchzucker (Lakotse)
  • Fruchtzucker (Fruktose)
  • Gluten
  • Histamin

Ursache – Wo liegt das Problem?

Bei einer Nahrungsmittelintoleranz hat der Körper wie oben schon geschrieben, Probleme den bestimmten Stoff zu verdauen. Zudem kann es auch ein Problem im Darm sein, es kann ein Missverhältnis zwischen Angebot und Abbau bestehen, was zu Problemen führt.

Liste der gängigsten Intoleranzen:

Laktoseintoleranz

Milch sowie auch Milchprodukte enthalten Laktose. Laktose ist Milchzucker. Laktose ist ein Zweifachzucker, welcher – bevor er durch unseren Körper aufgenommen werden kann, gespalten werden muss. Dafür wird das Verdauungsenzym Laktase benötigt. Wird das Enzym Laktase ungenügend oder nicht mehr produziert, kann es beim Verzehr nach Laktose zu Beschwerden kommen. Es kann bspw. zu Bauchschmerzen, Bauchkrämpfen und Blähungen führen. Tatsächlich kann eine Laktoseintoleranz «angeboren» sein. Dann handelt es sich um eine primäre Laktoseintoleranz. (Achtung hier wird aber noch zwischen der kongenitalen Laktoseintoleranz und der primären adulte Laktoseintoleranz unterschieden, auch wenn die Laktoseintoleranz vererbt wurde, muss sie nicht zwingend schon als Baby auftreten).

Die meisten Betroffenen leiden jedoch an einer sekundären Laktoseintoleranz, die als Folge einer Schädigung der Darmschleimhaut entsteht. Die häufigsten Ursachen dafür sind bspw. Infektionen mit Bakterien, Zöliakie, Morbus crohn, Dünndarmfehlbesiedlung usw.

Bei einer erworbenen/ sekundären Laktoseintoleranz können, wenn die Ursache behandelt worden ist, die Symptome rückläufig sein. 

Fructosemalabsorption

Meistens wird von einer Fruchtzuckerintoleranz gesprochen. Es ist deshalb sehr wichtig, sich klar von der hereditären Fruktoseintoleranz (die eine intensivere Auseinandersetzung benötigt) abzugrenzen.

Hier werde ich deshalb nur auf die Fructosemalabsorption eingehen. In den meisten pflanzlichen Lebensmittel ist Fructose (Fruchtzucker) zu finden. Nicht nur Früchte, sondern auch Gemüse enthalten bspw. Fruchtzucker. Üblicherweise wird Fruchtzucker im Dünndarm problemlos aufgenommen, bei einer Fructosemalabsorption sind jedoch die Transporter «beschädigt», weshalb die Aufnahme nicht reibungslos abläuft und es zu Beschwerden kommt, wenn Fruchtzucker aufgenommen wird.

Gut zu wissen: hast du schon mal zu viele Kirschen gegessen? Und hattest danach vielleicht sogar Bauchschmerzen und/oder Durchfall? = das ist übrigens völlig normal, da unser Körper nur «begrenzt» Fruchtzucker aufnehmen kann.

Histaminintoleranz

Histamin ist ein Bestandteil, welches in fast jedem Nahrungsmittel vorkommt. Besonders in Lebensmittel, die einen Reifungsprozess hinter sich haben, enthalten mehr Histamin. Bei einer Histaminintoleranz ist der Abbau gestört (oder ggfs. wird zu viel gebildet – durch den Darm). Bei einer Histaminintoleranz kommt es oft zu «diffusen» Symptome. Zwar können ebenfalls Bauchschmerzen, Übelkeit usw. auftreten. Häufig sind die Betroffenen aber auch von weiteren Symptomen wie Hautrötungen, Schwindel, Herzrasen, rinnende Nase usw. geplagt. Die Histaminintoleranz ist eine der Intoleranzen, die heute noch nicht über einen Atemtest oder Blutanalyse 100% diagnostiziert werden kann.

Sonderform Zöliakie (Glutenintoleranz)

Gehört eigentlich ebenfalls zu den Unverträglichkeiten. Darauf werde ich in einem anderen Beitrage aber noch genauer eingehen.

Therapie/Behandlung einer Intoleranz

Grob gesagt, können sich die Beschwerden durch eine angepasste Ernährung stark reduzieren. Wie oben auch schon erwähnt, kann es sogar der Fall sein, dass die Beschwerden ganz zurück gehen (bspw. bei einer sekundären Laktoseintoleranz). Jedoch ist es auch immer sehr wichtig, nicht nur die bestimmten Lebensmittel wegzulassen, sondern danach, wenn der Darm etwas zur Ruhe gekommen ist ebenfalls den Darm auch wieder «aufzubauen».

Hier empfiehlt es sich nicht nur den Bereich Ernährung anzuschauen, sondern auch weitere Faktoren.

Vorgehen ganzheitlicher Darmaufbau:

Ernährung
Die Ernährung spielt eine grosse Rolle für unsere Darmgesundheit. Wichtig ist hier eine angepasste Ernährung, welche unsere Darmbakterien wieder stärkt. Bspw. sind hier Präbiotikas sehr wertvoll, sowie auch Ballaststoffe und v.a. pflanzliche Lebensmittel.

Stressmanagement
Stress wirkt sich ebenfalls sehr stark auf unseren Darm aus. Stress in unsere Gesellschaft zu umgehen ist nahezu unmöglich geworden. Umso wichtiger ist es, genügend Pausen und Entspannung im Alltag einzubauen. Hier zu eignen sich auch gezielte Vagus-Übungen.

Schlaf
Detox-Programme sind enorm im Trend. Mein kleiner Geheimtipp für dich: spar dir das viele Geld für teure Detox-Programme. Achte auf ausreichend Schlaf und schwups hast du dein persönliches Detox-Programm. Unser Schlaf unterstützt ebenfalls unsere Darmgesundheit.

Natürlicher Lebensstil
Ganz egal ob es hier um Ernährung oder um unseren Lebensstil geht. Für unseren Darm dürfen wir wieder vermehrt zurück zur Natürlichkeit.

Bewegung
Das Problem in unserer Gesellschaft: Wir bewegen uns entweder zu wenig oder wir treiben zu viel Sport, was unseren Körper stresst. Hier ist ein Mittelmass für unseren Darm enorm wichtig.

Stimmung
Unsere Mentale Verfassung spielt eine viel grössere Rolle, als wir denken. Umso wichtiger unseren Gedanken, Stimmung ganz viel Beachtung zu schenken.

Weitere Informationen

Mehr Informationen um Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Intoleranzen findest du in unserem Online-Programm “HAPPY DARM“.

Ausserdem geht auch mein E-Book «HAPPY DARMGESUND» darauf ein.

Falls du bereits Rezepte suchst, die darmfreundlich sind und/oder auf spezifische Unverträglichkeiten eingehen, dann empfehlen wir dir unser Rezeptbuch 18 darmfreundliche Rezepte. Es bringt zudem auch noch einiges an Wissen rund um die Darmgesundheit mit.

Du findest ausserdem weitere Informationen rund um den Darm / die Darmgesundheit in unserem Webinar, Blogbeiträgen, im Podcast oder auf unserem Instagram-Account.

Die Ausgangsebene auf eatyourway.ch und aller hier verfassten Beiträge resultieren aus eigenen Erfahrungswerten, erarbeitetem, evidenzbasiertem Wissen und persönlicher Meinung. Es handelt sich hier keinesfalls um einen medizinischen oder therapeutischen Rat. Weshalb keine Verantwortung und keine Haftung für Schäden jeglicher Art übernommen werden können.

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